Seminar

CE-Grundlagen für Führungskräfte

Kompaktes Wissen für Entscheider. In nur vier Stunden sensibilisieren wir Sie für rechtliche Risiken. Schützen Sie sich und Ihr Unternehmen vor Haftungsfallen und nutzen Sie Sicherheit als echten Wettbewerbsvorteil.

Maschinensicherheit ist Chefsache.

Die Verantwortung zur Einhaltung der Maschinenverordnung lässt sich nicht einfach wegdelegieren. Zwar ist der Ärger oft groß, wenn der Wettbewerb die Sicherheit vernachlässigt und dadurch scheinbar günstiger produziert. Doch die Gewissheit, ruhig schlafen zu können und den Kunden sichere und konforme Produkte zu verkaufen, ist langfristig wertvoller. Zudem schützt nur dieser Weg die Geschäftsführung im Schadensfall vor dem Vorwurf des Organisationsverschuldens.

Doch nicht nur die Geschäftsleitung ist betroffen. Auch der Einkauf und der Vertrieb treffen täglich Entscheidungen mit enormer Tragweite. Ein unbedachtes „Ja“ zu einem Kundenwunsch oder eine fehlende Zeile im Lastenheft kann umfassende Herstellerpflichten auslösen. Solche Fehleinschätzungen führen oft zu massiven Kosten für nachträgliche Konformitätsbewertungsverfahren, die in keiner Kalkulation vorgesehen waren und die Marge ruinieren.

In diesem kompakten Halbtagesseminar schärfen wir Ihren Blick für das Wesentliche. Wir verzichten auf technische Detailtiefe und fokussieren uns auf die strategischen Aspekte. Was bedeutet die CE-Kennzeichnung? Wann werde ich zum Hersteller? Welche Risiken entstehen beim Umbau? Wie kaufe ich sicher ein? Wir geben Ihnen das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen in Bezug auf die Maschinensicherheit rechtssicher aufzustellen.

Das Seminar auf einen Blick

  • Zielgruppe

Geschäftsführer, Technische Leiter, Einkauf und Vertrieb

  • Dauer

4 Stunden (Kompaktseminar)

  • Ort

Inhouse bei Ihnen vor Ort oder digital als Webinar

  • Termine

Inhouse individuell auf Anfrage | Offener Termin in Planung

Das nehmen Sie aus dem Seminar mit

Bild von beiden Geschäftsführern am Whiteboard
  • Rechtssicherheit zur Maschinenverordnung 2023/1230
  • Sicherheit bei Entscheidungen in Einkauf und Vertrieb
  • Strategien gegen die ungewollte Herstellerrolle
  • Souveräne Delegation von Sicherheitsaufgaben
  • Optimale Absicherung Ihrer gesamten Organisation

Der Seminarablauf im Überblick

01

Recht & Verantwortung
Wir klären die Spielregeln. Sie erhalten einen kompakten Überblick über die Maschinenverordnung. Dabei grenzen wir die Herstellerpflichten sauber von der Betreiberverantwortung ab. So schaffen wir Klarheit über die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben in Ihrem Unternehmen.

02

Beschaffung & Vertrieb
Wir beleuchten die Schnittstellen nach außen. Wir zeigen auf, welche Klauseln in Einkaufs- und Verkaufsverträge gehören und wie Sie Importrisiken managen. Sie lernen, unkalkulierbare Folgekosten durch unvollständige Lieferungen zu vermeiden und die Aufwände für die Konformität bereits im Vertriebsprozess korrekt zu berücksichtigen.

03

Technik & Strategie
Wir vermitteln Ihnen das notwendige Entscheidungswissen für technische Veränderungen. Sie lernen die Kriterien für eine „Wesentliche Veränderung“ und eine „Gesamtheit von Maschinen“ kennen. Wir zeigen Strategien für den Umgang mit Umbauten und Verkettungen im Kundenauftrag oder im eigenen Haus. So vermeiden Sie die ungewollte Herstellerrolle oder kalkulieren die Kosten für die CE-Kennzeichnung von Anfang an korrekt ein.

Fragen, Antworten und Seminarinhalt

Welche Verantwortung trage ich als Führungskraft?

Antwort: Als Führungskraft müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen so organisiert ist, dass nur konforme Produkte den Warenausgang verlassen oder beim Kunden in Betrieb genommen werden. Bei Vernachlässigung gesetzlicher Pflichten drohen Bußgelder, Verkaufsverbote oder Produktrückrufe. Im Schadensfall können Sie hierfür unter Umständen persönlich haftbar gemacht werden. Die CE-Kennzeichnung ist daher keine reine Formalität für die Konstruktion, sondern eine strategische Unternehmenspflicht.

Unser Seminarinhalt: Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die rechtlichen Spielregeln im Maschinenbau. Sie lernen die Bedeutung der CE-Kennzeichnung kennen und erfahren, welche Konsequenzen Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben für Ihr Unternehmen haben können. Wir zeigen auf, wie Sie Ihre Organisation aufstellen müssen, um Ihrer Verantwortung als Inverkehrbringer gerecht zu werden.

Welche Fallen lauern im Einkauf?

Antwort: Vermeintliche Einsparungen bei der Bestellung führen oft zu hohen Folgekosten. Wenn der Einkauf nicht auf präzise Sicherheitsvorgaben achtet, liefert der Hersteller oft nur Mindeststandards. Die teure Nachrüstung oder die fehlende Dokumentation wird dann zum Problem im eigenen Haus. Kritisch ist auch der Direktimport aus Drittländern. Ohne einen in der EU ansässigen Bevollmächtigten übernehmen Sie als Importeur automatisch die vollen Pflichten des Herstellers.

Unser Seminarinhalt: Wir sensibilisieren Ihren Einkauf für die strategische Bedeutung der CE-Kennzeichnung. Sie lernen, warum vollständige Dokumente und Nachweise essenziell sind. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Maschinen unter eigenem Namen weiterverkaufen oder in eine Gesamtheit von Maschinen integrieren wollen. Wir zeigen auf, dass die CE-Kennzeichnung allein noch keine Garantie für die tatsächliche Sicherheit ist. Zusätzlich erfahren Sie, welche Unterlagen Sie zur Absicherung zwingend benötigen.

Wann wird der Betreiber zum Hersteller?

Antwort: Das ist eines der teuersten Missverständnisse in der Industrie. Viele Unternehmen modernisieren Anlagen oder verketten Maschinen, ohne zu wissen, dass sie damit juristisch zum Hersteller werden können. Auch die Herstellung von unvollständigen Maschinen oder Vorrichtungen für den Eigenbedarf löst bereits formale Pflichten aus. Eine wesentliche Veränderung oder eine Gesamtheit von Maschinen erfordert sofort ein neues Konformitätsbewertungsverfahren.

Unser Seminarinhalt: Wir vermitteln Ihnen das notwendige Entscheidungswissen. Anhand von Praxisbeispielen wie Retrofit, Verkettung oder der Integration unvollständiger Maschinen lernen Sie zu erkennen, wann die Herstellerpflichten greifen. Sie erfahren, welche strategischen Weichenstellungen nötig sind. So vermeiden Sie die ungewollte Herstellerrolle oder nehmen sie bewusst und kontrolliert an.

Was muss der Vertrieb beachten?

Antwort: Der Vertrieb verspricht dem Kunden oft Lösungen, die technisch machbar, aber rechtlich brisant sind. Wird eine Maschine angepasst oder mit einer anderen Anlage kombiniert angeboten, droht oft die ungewollte Übernahme der Verantwortung für Fremdteile sowie eine neue Pflicht zur CE-Kennzeichnung. Wer die Kosten hierfür nicht einkalkuliert, gefährdet die Profitabilität des gesamten Auftrags massiv.

Unser Seminarinhalt: Wir schulen den Vertrieb auf Warnsignale. Sie lernen, bei welchen Kundenwünschen die Alarmglocken läuten müssen, etwa wenn Maschinen verbunden oder vermeintlich kleine Anpassungen durchgeführt werden sollen. Wir zeigen Wege auf, wie Angebote formuliert sein müssen, um die Grenzen der eigenen Verantwortung sauber zu ziehen. So rücken Diskussionen um Verantwortlichkeiten in den Hintergrund und der erfolgreiche Verkauf wieder in den Fokus.

An wen richtet sich das Seminar?

Antwort: Sicherheit ist keine exklusive Aufgabe der Konstruktion. Die Weichen für Konformität und Wirtschaftlichkeit werden oft bereits im Management, im Einkauf und im Vertrieb gestellt. Daher richtet sich dieses Format explizit an Führungskräfte, die beim Bau und Vertrieb von Maschinen rechtliche Risiken sicher bewerten müssen.


Unser Seminarinhalt: Das Seminar ist für Geschäftsführer, Werksleiter sowie Verantwortliche aus Einkauf und Vertrieb konzipiert. Wir verzichten bewusst auf unnötige technische Detailtiefe und sprechen stattdessen Klartext über Verantwortung, Kosten und Risiken. Unser Ziel ist ein gemeinsames Verständnis der strategischen Bedeutung der Maschinensicherheit im gesamten Führungskreis.

Ihr Seminarleiter: Thomas Prokopowicz

Seit 2019 begleite ich Fachkräfte sowie Führungskräfte als Seminarleiter zu verschiedensten Themen der Maschinensicherheit. Dabei bin ich regelmäßig für Partner wie IBF oder den VDI tätig. Die Basis meiner Arbeit bilden über neun Jahre operative Projekterfahrung in der Maschinensicherheit. Ich lege großen Wert darauf, komplexe Anforderungen in klare Antworten und praxisnahe Lösungen für Ihren Arbeitsalltag zu überführen. 


Sie erhalten dieses Fachwissen je nach Bedarf in interaktiven Onlineformaten oder direkt vor Ort in Präsenzworkshops. Mein Ziel ist ein persönlicher Austausch auf Augenhöhe, damit Sie die Inhalte sofort sicher in Ihren eigenen Projekten umsetzen können.

Bild von Thomas Prokopowicz

Teilnahmeoptionen im Überblick 

Dieses Seminar bieten wir aktuell als Inhouse-Format an. Zusätzlich prüfen wir aufgrund steigender Nachfrage einen offenen Termin im Herbst 2026. Lassen Sie sich unverbindlich vormerken, um den Termin nicht zu verpassen.

Weitere Bausteine der Maschinensicherheit

Nach diesem Seminar kennen Sie Ihre unternehmerischen Pflichten und Risiken im Bezug auf die Maschinensicherheit. Für die operative Umsetzung im Tagesgeschäft bieten wir Ihnen die passenden Lösungen zur Entlastung an.

Beschaffung und Abnahme

Vermeiden Sie teure Risiken im Einkauf. Wir unterstützen Sie bei der Formulierung von Lastenheften und prüfen Neumaschinen vor der Inbetriebnahme. So sichern Sie Ihre Investition ab und verhindern Folgekosten.

Wesentliche Veränderung

Umbauten sind strategische Entscheidungen. Wir bewerten Ihre geplanten Modernisierungen vorab und klären, ob Sie dadurch ungewollt zum Hersteller werden.

CE-Koordination

Organisationsverschulden vermeiden heißt Prozesse beherrschen. Fehlen Ihnen die Ressourcen, übernehmen wir das Management Ihrer CE-Prozesse und steuern alle Beteiligten als externer Partner.